Von Jahnzeb Panah
Hast du schon einmal eine Oase erlebt?
Der Clubabend am 17. Juni war für mich – und für den Vorstand – ein ganz besonderer Abend. Das sage ich nicht, um andere Clubabende in ihrem Glanz zu schmälern. Aber irgendetwas an diesem Abend war anders. Was genau? Das möchte ich dir erzählen.
Doch zuerst ein kleiner Umweg – zu einem Phänomen, das mir schon länger auffällt: die Vorbereitung auf den Clubabend. Ich habe so manches Mitglied erlebt, das sich vor seinem Auftritt frisch geduscht und in sein schickstes Outfit geworfen hat. Auf den ersten Blick: mentale Vorbereitung. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt darin etwas weit Kostbareres. Was das ist, verrate ich dir am Ende – sei mir nicht böse, aber ein Spannungsbogen gehört hier einfach dazu 😉
Also: Was hat diesen Abend so besonders gemacht?
Es war die Brise der Veränderung. Ein melancholischer Wind wehte durch den ganzen Abend – jener Wind, der in einer Oase die Palmen bewegt und in manchen Momenten zum tobenden Sturm der Gefühle wird. Denn dieser Abend trug etwas Endgültiges in sich: Es war der letzte Abend des amtierenden Vorstands.
Ein letztes Mal schmückten sie die Räume des Rhetorik-Club Wiesbaden in ihren Rollen. Ein letztes Mal betrachteten sie die Agenda mit dem Blick des Vorstands. Ein letztes Mal begrüßten sie uns alle – darunter auch 5 Gäste – in ihren Funktionen als:
- Clubpräsident
- Vizepräsident Ausbildung
- Vizepräsidentin Mitgliedschaft
- Vizepräsident Öffentlichkeitsarbeit (auf Fahrradtour durch Dänemark – in Gedanken dabei)
- Saalmeisterin
- Schatzmeisterin
- Clubschriftführerin
Und ihren Erfolg konnten sie an diesem Abend mit eigenen Augen sehen: Ein voller Saal an einem schönen Sommernachmittag. Menschen, die gekommen waren, um ihre Reden zu halten – aber auch, um diesen besonderen Abend gemeinsam zu erleben. Das i-Tüpfelchen: unsere 5 Gäste, die aus vielen Möglichkeiten genau diese gewählt haben – ihre Zeit mit uns zu teilen. Dafür von Herzen: Danke.
Und nun zurück zum Phänomen. Die Offenbarung lautet: Der Rhetorik-Club Wiesbaden ist mehr als ein Ort, um Reden zu halten. Er ist eine Oase für die Seele. Ein Ort der Begegnung. Ein Ort, an dem Menschen sich selbst näherkommen – so wie man in einen Brunnen schaut und das eigene Spiegelbild einem entgegenblickt. Ein Ort, wo es erlaubt ist, sich zu zeigen – und wo man dafür tosenden Applaus bekommt. Und wenn eine Seele sich auf den Weg zu solch einem Ort macht, dann möchte sie eben ihre Hülle reinigen und sich in die besten Gewänder kleiden.
Von Herzen: Danke an den Altvorstand.








