„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“

Das war nicht nur das Motto des ersten Toasmastertreffens in 2026, sondern hat sich auch gleich bewahrheitet, als wir am 07.01 plötzlich nicht in unserem üblichen Raum, sondern tatsächlich vor einer gut beleuchteten Bühne standen. Perfekte Bedingungen, um uns auf den anstehenden Redewettbewerb einzustimmen.

Den Auftakt des Abends hat eine kurze Ansprache von Clubpräsident Daniel gebildet, in der er das neue Jahr eingeläutet, auf den Redewettbewerb hingewiesen und besonders die zahlreichen Gäste und unser neues Mitglied Elias gegrüßt hat.

Die Moderation des Abends als Toastmaster hat Jan-Philipp übernommen. Locker und mit Energie hat er uns darauf aufmerksam gemacht, dass für diesen Abend ausnahmsweise mal etwas strengere Regeln gelten würden. Die Zeiten sollten genauer eingehalten werden und es gab Bewertungsbögen für die Reden, wie sie auch beim Wettbewerb zum Einsatz kommen.

Zum Wort des Abends hat uns Viktoria davon erzählt, wie sie im Halbschlaf Kühe zählen musste und darum gekämpft hat dabei die „Realität“ – ihr gewähltes Wort – im Blick zu behalten.

Im Witz des Abends hat uns Marko davon erzählt, wie manche Mitglieder reagieren, wenn es um schöne Frauen geht.

Das Kernstück des Abends bildeten dann die drei vorbereiteten und sechs spontanen Reden.

So hat uns Faissal erklärt, „Warum uns falsche Argumente manchmal mehr überzeugen als die richtigen“. Mit einem wertvollen Hinweis darauf, dass es wichtig ist die Dinge auch mal kritisch zu hinterfragen.

Fabian hatte ein zweites Mal seine Rede „Briefe aus einer anderen Zeit“ vorgestellt. Dabei und konnte zeigen, dass er aus guter Kritik noch bessere Resultate herausholen kann, indem er seine alte Rede überarbeitet und erneut gehalten hat. Er hat uns auf eine Zeitreise bis ins Jahr 2000 vor Christus mitgenommen und gezeigt, dass die Gesellschaft von damals auch schon mit ähnlichen Problemen zu tun hatte wie wir heute.

Nach unserer Rückkehr aus der Vergangenheit hat uns Anna ebenfalls auf eine Reise mitgenommen, dieses Mal „11 km“ unter den Meeresspiegel. Schicht für Schicht sind wir hinabgetaucht, haben die Tiefe und ihre Tierwelt entdeckt und sind langsam und wohlbehalten zurückgekehrt. Eine schöne Metapher für den Druck, den wir uns oft selbst machen und eine Einladung dazu beim nächsten Mal vielleicht in den höheren Schichten zu verweilen.

Die Stegreifreden sind von Daniel moderiert worden, der uns zum Jahresauftakt eine Reihe passender Fragen mitgebracht hat.

  • So hat uns Schirin erklärt, wieso wir den Januar auch einfach verschlafen könnten.
  • Gast Michael erzählte uns, wieso Vorsätze so schnell veraltet sind und es besser ist die Dinge lieber gleich anzugehen.
  • Lars hat eine Zeitkapsel gepackt, um dem Jahr 2126 zu zeigen, wie verrückt wir sind.
  • Gast Ruben hielt ein Plädoyer über das Ausmisten, mit dem Fazit, dass Unordnung auch etwas Positives sein kann.
  • Oskar durfte uns davon erzählen, wieso er seine Steuern lieber möglichst lange aufschiebt.
  • Und zum Abschluss hat Gast Burkhardt uns daran teilhaben lassen, wie es sich anfühlt ganz plötzlich auf einer Bühne zu stehen.

Zum Abschluss des Redeteils hat Vizepräsident Oliver noch einmal alle, Mitglieder wie Gäste, herzlich zum Redewettbewerb am 17.01 eingeladen. Die rege Teilnahme vieler Clubmitglieder lässt auf ein sehr interessantes Programm hoffen. Außerdem haben gleich zwei Mitglieder das nächste Level ihrer Paths erreicht.

  • Fabian für den Abschluss von Level 1
  • Anna für den Abschluss von Level 2

Nach einer kurzen Pause kamen dann die Bewerter zu Wort. Jason hatte konstruktive Worte für Faissal. Saskia durfte Fabians Umsetzung des Feedbacks aus dem ersten Vortrag bewerten. Und Oliver hatte die Gelegenheit Annas Rede einzuschätzen. Marko konnte jedem Stegreifredner etwas Positives mit auf den Weg geben. Elias hat die Aufzählung der Füllworte in ein Spiel um das meistgenutzte Wort verwandelt. Und Sabine konnte genau sagen, wie lange es gedauert hatte mit Argumenten zu überzeugen, den Januar zu verschlafen und konstruktive Kritik zu übermitteln.

Als Gesamtbewerter hat Ingo uns dann noch einen kleinen Rückblick verschafft und die gute Arbeit des Toastmaster Jan-Philipp hervorgehoben. Sein Hinweis, dass Bewertungen als Geschenk verstanden werden können, lädt ein, mit einem positiven Mindset ins Jahr zu starten. Eine Einstellung die auch Oliver zu teilen scheint, wenn er in seiner Schlussansprache das Facettenspiel der vielen Rollen als „Panoptikum der Wunder“ bezeichnet.

Damit war der Abend nach einer Abmoderation von Jan-Philipp auch schon wieder vorbei. Ein gelungener erster Abend voller Gäste, guter Reden und einem ungewohnten Setting in Form der Bühne. Ein vielversprechender Start in das Jahr 2026.